Veröffentlichung mit
freundlicher Genehmigung des Flohrverlages / Rottweil.
[Den Originalbericht finden
Sie in der Zeitschrift "Das internationale Zahntechnik Magazin" September
/ 2003]
Die selbstgebaute LED-Stereo-Leuchte
Um es vorweg zu sagen. Die hier angesprochene Lösung ersetzt nicht einen professionellen Zangenblitz in Verbindung mit einer hochwertigen digitalen Spiegelreflexkameras mit optischem Sucher. Für die Nutzer einer semiprofessionellen digitalen Kamera mit der Betrachtung über das Display, die mit einer LED-Ringleuchte liebäugeln, stellt sich hier aber eine kostengünstige Alternative zur Verfügung. Die Handlichkeit ist bei dem käuflichen LED-Ringlicht etwas besser, dafür bietet die selbstgebaute LED-Stereo-Leuchte eine gezieltere Lichtführung und somit, speziell in der extraoralen Mundfotografie ohne Mundspiegel, meiner Meinung nach das eindeutig bessere Ergebnis.
Vorwort
LED-Ringleuchten für
die Dentalfotografie sind von der Grundidee her optimal. Wir erhalten eine
helle und schattenfreie Ausleuchtung nahe am fotografierten Objekt. Ebenfalls
ist das Handling speziell bei beengten Mundverhältnissen einwandfrei.
Allerdings haben wir einen Nachteil. Genau wie bei den Ringblitzen erreichen
wir durch den senkrechten Lichteinfall eine flache Ausleuchtung. Außerdem
erhalten wir bei extrem kurzem Aufnahmeabstand in der Bildmitte ein „Lichtloch“.
Deshalb stelle ich hier für die Verfechter des Zangen- oder Scherenblitzes
eine LED-Stereo-Leuchte vor (Abb.1). Zu kaufen gibt es diese Leuchten momentan
noch nicht. Also gibt es eigentlich nichts zu Überlegen: Bauen wir
uns das Ding doch einfach selbst! Der Selbstbau dürfte kein größeres
Problem darstellen und bewegt sich in einem überschaubaren Zeitaufwand.
Als angenehmer Nebeneffekt ist das excellente Preis-Leistungsverhältnis
zu nennen.
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Abb.1) Die LED-Stereo-Leuchte |
Das zentrale Bauteil ist
eine standartisierte 12 V LED-Leuchte mit der Gehäuseabmessung einer
Halogen-Kaltlicht-Spiegellampe (Abb.2). Gesehen haben wir diese Niedervolt-Halogenstrahler
alle schon bei den „Drahtseilkonstruktionen“, die an der Decke befestigt
sind. Die LED-Leuchten können mit 12-14 V AC/DC (Gleichstrom oder
Wechselstrom) betrieben werden. Durch die extrem hohen Stückzahlen
ist der günstige Preis abzuleiten. Als Gehäuse wird das Verbindungsstück
eines Wasserrohres (Abb.3) verwendet, welches in fast jedem Baumarkt zu
haben ist. Jetzt brauchen wir nur noch eine Halogenlampenfassung (Abb.4),
eine Niedervoltbuchse (Abb.5), ein Stromkabel mit Niedervoltstecker (Abb.6),
einen Stativgewindeadapter (Abb.7) und diverse Kleinteile (Abb.8). Als
Halterung verwenden wir eine käufliche Makroblitzschiene von Manfrotto
und zwei bewegliche Kugelköpfe von Novoflex. Ansonsten wird nur noch
ein wenig zahntechnisches Material benötigt. Die Bezugsquellen sowie
die Bestellnummern finden Sie in Tabelle 1.).
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Abb.2) Das Hauptkonstruktionselement ist eine standartisierte weiße 12 V LED-Leuchte |
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Abb.3) Als Gehäuse verwenden wir das Verbindungsstück eines Wasserrohres |
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Abb.4) Die Halogenlampenfassung mit Sockel G 5.3 |
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Abb.5) Die
Stromversorgung wird über eine Niedervoltbuchse eingespeist
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Abb.6) Das Stromkabel mit angespritztem Niedervoltstecker |
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Abb.7) Ein
¼ Zoll auf 3/8 Zoll Übergewindeadapter
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Abb.8) Kleinteile wie Büschelstecker, Buchsen, Filmdosendeckel, Schrauben und Flügelmuttern |
Vorteile:
Der (Zusammen)-Bau
Zuerst bohren wir ein Loch
in das Lampengehäuse und schrauben den Übergewindeadapter ein
(Abb.9). Jetzt wird der Blitzschuh vom Novoflex Kugelkopf abgeschraubt
und der Kugelkopf demontiert (Abb.10). Das Stativgewinde der Kugelhalterung
wird leicht mit Vaseline eingefettet und in den Übergewindeadapter
eingeschraubt (Anm.: dient als Platzhalter) (Abb.11). Zur besseren Stabilität
wird die Anschraubstelle von Innen mit „Flüssigmetall“ oder Kaltpolymerisat
etc. verstärkt und man läßt die Klebestelle aushärten
(Abb.12).
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Abb.9) Zuerst wird ein Loch in das Gehäuse gebohrt und der Übergewindeadapter eingeschraubt |
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Abb.10) Der
demontierte Kugelkopf
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Abb.11) Die Kugelhalterung wird eingeschraubt |
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Abb.12) Die
Anschraubstelle wird verstärkt
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Jetzt werden die festen Blitzschuhe
der Makroblitzschiene entfernt und je ein Loch in den Auslegerarm gebohrt
(Abb.13). Anschließend wird das untere Stück des Kugelkopfes
mit der Stativgewindeschraube an den beiden Armen der Blitzschiene angeschraubt
(Abb.14). Zum Schluß wird der Kugelkopf wieder montiert und zur Kontrolle
das Gehäuse aufgeschraubt (Abb.15). Zum weiteren Bau schrauben wir
das Gehäuse vom Kugelkopf wieder ab.
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Abb.13) Die Bohrung samt einer ¼ Zoll Stativgewindeschraube |
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Abb.14) Der
untere Teil des Kugelkopfes wird an den Auslegerarmen fest angeschraubt
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Abb.15) Der fertig montierte Kugelkopf und das angeschraubte Gehäuse |
Damit beim weiteren Arbeitsschritt
kein Silikon in das Lampengehäuse eintreten kann, werden die Lüftungsschlitze
am Lampengehäuse mit Tesafilm abgeklebt (Abb.16). Zum besseren Erkennen
wurde ein gelbes Klebeband verwendet und die Lüftungsschlitze nur
halb abgeklebt. Das Gehäuse wird wie auf der Abbildung senkrecht auf
die Leuchte gestellt und am Rand dicht mit Klebeband fixiert (Abb.17).
Von oben wird nun bis zur Abschlußkante der Steckfassung ein „hartes“
Dubliersilikon eingefüllt (Abb.18) (Anm.: Die „weichen“ Silikone sind
zu schmierig). Nach der Aushärtung des Silikons werden die 3 Komponenten
(Leuchte, Gehäuse und Silikonteil) wieder demontiert. Mit einer kleinen
Schere entfernen wir die Federränder an der entstandenen „Silikonhalterung“
(Abb.19). Außerdem wird der Tesafilm an der Leuchte wieder entfernt.
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Abb.16) Die Lüftungsschlitze werden abgeklebt |
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Abb.17) Das
Gehäuse wird mit Klebeband an der Leuchte fixiert
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Abb.18) Bis zur Kante wird Silikon eingefüllt |
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Abb.19) Die
fertige Silikonhalterung
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Jetzt wird entsprechend dem
Durchmesser der Niederspannungsbuchse ein Loch in den Filmdosendeckel gebohrt
und die Buchse montiert (Abb.20). Anschließend löten wir mit
handelsüblichem Elektronikweichlot und dem Lötkolben die Kabel
der Fassung an die Buchse (Abb.21). Mit lichthärtendem oder kaltpolymerisierenden
Löffelmaterial (Anm.: Der Kunststoff darf nicht mehr „fließen“),
wird die Buchse dicht ummantelt, damit beim nachfolgenden Bearbeitungsschritt
kein Silikon in die beweglichen Kontaktfedern der Buchse gelangt (Abb.22).
Etwa 1 cm vom hinteren Ende des Gehäuses bohren wir ein 3 mm Loch,
stecken eine M3 - Schraube durch und schrauben von innen eine kleine Flügelmutter
auf. (Anm.: Wir verwenden deshalb eine Flügelmutter, damit wir eine
bessere Retention in dem nachfolgend eingebrachtem Silikon haben). Der
Filmdosendeckel (Abdeckkappe) wird bündig in das rückseitige
Gehäuse gesteckt. Die Anschlußdrähte ragen nach oben heraus.
Da die Buchse aus der Abdeckkappe etwas herausragt, stellen wir das Ganze
auf ein kleines Podest (z.B. Kunststoffdeckel), wo wir den Bereich um die
Buchse ausgefräst haben. Die vorbereiteten Komponenten sehen wir auf
Abb.23). Jetzt wird ca. 15 mm hoch Silikon eingefüllt, damit die Flügelmutter
satt eingebettet ist. Nach der Aushärtung des Silikons entfernen wir
die Schraube und ziehen die entstandene hintere Abdeckkappe ab. Die Federränder
des Silikonteils werden wiederum mit einer kleinen Schere entfernt. Der
hintere Verschlußstopfen ist jetzt fertig (Abb.24). Alle benötigten
Teile der LED-Leuchte sind jetzt für die weitere Montage bereit.
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Abb.20) Die montierte Niederspannungsbuchse |
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Abb.21) Das
Kabel der Fassung wird mit der Buchse verlötet
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| Abb.22) Die Buchse wird mit Kunststoff ummantelt | |
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Abb.23) Jetzt kann das Silikon für die Abschlußkappe eingegossen werden |
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Abb.24) Die fertige Abdeckkappe |
Die „Explosionszeichnung“
zeigt uns nochmals alle notwendigen Komponenten vor dem Zusammenbau (Abb.25).
Zur Endmontage stecken wir die Silikonhalterung in das Gehäuse. Anschließend
wird die LED-Lampe eingepaßt. Es empfiehlt sich, daß die Leuchte
ca. 3 – 4 mm weiter in das Gehäuse eingeschoben wird. Die Konstruktion
hält wunderbar ohne irgendwelche weiteren Verriegelungselemente. Nun
wird die Fassung auf die Kontaktstifte der LED-Lampe gesteckt und Abdeckkappe
von hinten eingeschoben. Wir achten darauf, daß das gebohrte Loch
mit dem Gewinde der Flügelmutter exakt fluchtet. Zur leichteren Montage
der Verschlußkappe werden die Kontaktdrähte wie eine Schraubenfeder
gewickelt (Abb.26) und die Gleitfläche des Silikonstopfens ganz dünn
mit Vaseline oder Handcreme eingerieben. Jetzt wird die Sicherungschraube
montiert (Abb.27).
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Abb.25) Die Explosionszeichnung zeigt uns alle Komponenten |
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Abb.26) Zur Montage wird das Verbindungskabel wie eine Schraubenfeder gewickelt |
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Abb.27) Die Sicherungsschraube der Abdeckkappe wird eingeschraubt |
Die zweite Leuchte fertigen
wir selbstverständlich parallel zur ersten. Jetzt sind unsere beiden
Leuchtenköpfe fertig (Abb.28 und Abb.29).
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Spannungsversorgung
Jetzt fehlt nur noch die
Spannungsversorgung. Hier kann jede 12 - 14 Volt Gleich- oder Wechselspannung
nach eigenem Geschmack verwendet werden. Ich persönlich verwende einen
12 V Bleigelakku (Abb.30), dessen Kapazität für über 2 Tage
Dauerbetrieb ausreicht. So habe ich immer genügend Strom zur Verfügung,
auch wenn einmal das Aufladen vergessen wurde. Es kann durchaus ein kleinerer
Akku oder ein 12 V Netzgerät verwendet werden. Das Kabel mag für
den ein oder anderen als störend empfunden werden, aber man gewöhnt
sich sehr schnell daran. Dafür sitzen im Lampengehäuse keine
schweren Akkus und die Arbeit wird nicht zusätzlich erschwert.
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Abb. 30) Der 12 V / 6,5 Ah Bleigel Akku hat immer genügend Stromreserven |
Jetzt werden die Stromkabel
fertiggestellt. Dazu löten wir mit dem Lötkolben die Anschlußdrähte
der beiden Kabel an die Büschelstecker (Abb.31).
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Abb.31) Die fertig verlöteten Niedervolt Stromkabel |
Tabelle der verwendeten
Komponenten
| Artikel: | Bestellnummer: | Menge: |
| Weißer LED-Spot (d
= 50 mm)
mit Sockel G 5.3 |
Conrad Art.-Nr. 15 07 12-41 |
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| Halogenlampenfassung G 5.3 | Conrad Art.-Nr. 58 19 09-41 |
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| Gehäuse: Länge:
87 mm
Innendurchmesser vorn: 50 mm Innendurchmesser hinten: 36 mm |
Verbindungsstück für
Wasserrohr aus dem Baumarkt
(Marley HTS DN 40/40) |
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| Hama Übergewinde verchromt | ¼ auf 3/8 Zoll Fotofachgeschäft |
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| Einbaubuchse
Außen-d = 5,5 mm; Stift-d = 2,1 mm |
Conrad Art.-Nr. 73 39 46-41 |
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| Anschluß-Kabel (Stecker)
Außen-d = 5,5 mm; Innen-d = 2,1 mm |
Conrad Art.-Nr. 73 44 97-41 |
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| Büschelstecker Rot | Conrad Art.-Nr. 73 13 15-41 |
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| Büschelstecker Schwarz | Conrad Art.-Nr. 73 13 23-41 |
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| z.B.: 12 V / 3,4 Ah Panasonic Bleiakku | Conrad Art.-Nr. 25 49 32-41 |
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| z.B.: Automatik-Bleiakku-Steckerladegerät | Conrad Art.-Nr. 25 00 01-41 |
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| Buchse teilisoliert Rot | Conrad Art.-Nr. 73 38 14-41 |
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| Buchse teilisoliert Schwarz | Conrad Art.-Nr. 73 38 22-41 |
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| Kleinteile (Silikon, Schrauben, Flügelmuttern, Kabelschuhe, etc.) | Labor bzw. Baumarkt |
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| Manfrotto Makroblitzschiene MA-330 | Fotofachgeschäft |
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| Novoflex Mini Kugelneiger | Fotofachgeschäft |
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| ¼ Zoll Stativgewindeschraube | Fotofachgeschäft |
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Tabelle 1.)
Bezug:
Grundsätzlich können alle Digitalkameras verwendet werden (Anm.: Für Analogkameras ist das Licht in aller Regel zu schwach). Bei den reinrassigen digitalen Spiegelreflexkameras mit (richtigem) optischem Sucher arbeiten wir wie bei der Analogkamera mit dem manuellen Fokus. Ich persönlich mag das Betrachten des pixeligen Monitorbildes direkt oder indirekt (Anm.: eingeblendet in den Sucher) der „Pseudo-Spiegelreflexkameras“ überhaupt nicht. Aber jetzt kommen ja bald die professionellen digitalen Spiegelreflexkameras mit Wechseloptik und optischem Sucher in ein bezahlbares Preisniveau. Zu nennen sind hier z.B. die Canon EOS 10 D, die Fuji Fine Pix S2 Pro, die Nikon D 100, die Pentax * ist D und die Sigma SD 9.
Wird mit semiprofessionellen Digitalkameras fotografiert, kommt man manchmal um eine Scharfstellung mit dem Autofokus nicht herum, da die Betrachtung des Bildes an dem pixeligen Monitor eine manuelle Scharfstellung nicht immer optimal zuläßt. Hier sollte beim Kauf der Kamera auf eine schnelle und korrekte Autofokusfunktion geachtet werden. Dies sollte vor dem Kauf im Kamerageschäft unbedingt ausprobiert werden. Legen Sie einfach ein 20 Cent Stück auf den Ladentisch und fotografieren Sie es bei normalem Raumlicht ohne Blitz leicht schräg von oben. Hier trennt sich sehr schnell die Spreu vom Weizen. Ein Kamerasystem, das hier nicht schnell und korrekt im Makrobereich scharfstellt ist für die Dentalfotografie gänzlich ungeeignet.
Praktische Anwendung
Für kleine Kameras empfiehlt
sich die die Einstellung der Auslegerarme der Halterung über Kreuz
(Abb.32). Zur Gewichtsreduzierung kann hier die Klappgrundplatte entfernt
(Anm.: Die Klappgrundpatte ermöglicht Hochformataufnahmen) und ein
Loch an der richtigen Stelle in der Grundplatte gebohrt werden, wo sich
an der verwendeten Kamera das Stativgewinde befindet.
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Abb.32) Bei kleinen Kameras Arme über Kreuz festschrauben |
Dagegen ist bei großen
Kameras meist die normale Ausrichtung der Haltearme angebracht (Abb.33).
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Abb.33) Position der Lampen bei „großen“ Spiegelreflexkameras |
Die Kamera wird auf der Makroblitzschiene
ausgerichtet und mit der Stativgewindeschraube festgeschraubt (Abb.34).
Der helle und trotzdem relativ diffuse Lichtkegel ist auf Abb.35) zu sehen.
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Kameraeinstellungen
Wir arbeiten im Blendenmodus mit der Zeitautomatik, d.h. wir wählen die Blende vor und die Kamera wählt die dazu notwendige Belichtungszeit. Lichtempfindlichkeit an der Kamera bei Bedarf erhöhen, aber nur so stark wie nötig, damit wir kein zu starkes Bildrauschen erhalten. Die Leuchten werden eingeschaltet und ausgerichtet und schon können wir loslegen.
Wichtig: Weißabgleich nicht vergessen.
Beispielbilder
Mundfotografie:
Bei der Mundfotografie können
alle Vorteile der verstellbaren LED-Stereo-Leuchte ausgespielt werden.
Wir erhalten auch nicht
das „Lichtloch“, wie wir es mit der Ringleuchte bei einem extrem kurzen
Aufnahmeabstand erhalten.
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Abb.36) Das Ergebnis kann sich sehen lassen |
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Abb.37) Bitte
Lächeln
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Abb.38) Durch das gezielte Verschwenken der Leuchtenköpfe kann sogar der hintere Molarenbereich schattenfrei ausgeleuchtet werden |
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Abb.39) Bei
geöffneten Zahnreihen erhalten wir das gleiche Ergebnis
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Produktfotografie:
Auch bei der Produktfotografie
kleiner Objekte haben wir gegenüber der LED-Ringleuchte durch die
vielfältigere Lichtführung einen deutlichen Vorsprung. Für
größere Objekte empfiehlt sich selbstverständlich der bewährte
Einsatz von Tageslicht Leuchtstofflampen.
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Abb.40) Bei der Produktfotografie kleiner Objekte zeigt sich der Vorteil der verstellbaren Leuchtenköpfe |
Weitere Einsatzgebiete
Wo lassen sich die Leuchten sonst noch einsetzen? Zum Beispiel am Fräsgerät (Anm.: beim Wachsfräsen) und überall dort, wo helles, weißes Licht erwünscht ist und die Erwärmung durch eine Halogenlampe störend ist.
Mögliche Optimierungen:
Haftungsausschluß
Die hier vorgestelle Bauanleitung
wurde nach bestem Wissen erstellt. Für inhaltliche Fehler oder eine
störungsfreie Funktion kann jedoch keine Haftung übernommen werden.
Durch den Selbstbau gelten
Sie offiziell als Hersteller des Produkts. Deshalb wird der Einsatz ausschließlich
für den persönlichen Gebrauch und nicht zur gewerblichen Vermarktung
empfohlen.
Bitte beachten Sie, insbesondere
bei der Verwendung von Netzteilen, die gültigen Sicherheitsrichtlinien
beim Umgang mit der elektrischen Spannung.
Achten Sie speziell auf
eine sorgfältige elektrische Isolation aller spannungsführenden
Teile, da im Falle eines Kurzschlußes hohe Ströme fließen
können.
Schluß
Wer hauptsächlich intraoral fotografiert (Anm.: Hier sind alle Ringblitzenthusiasten angesprochen) und ein besonders gutes Handling wünscht, ist mit einer LED-Ringleuchte eventuell besser beraten. Diejenigen aber, welche die extraorale Mundfotografie favourisieren (Anm.: Ich spreche all diejenigen an, die wie ich auf den Zangenblitz schwören), finden in der selbstgebauten LED-Stereo-Leuchte ein professionelles Arbeitspferd, mit welchem der Einstrahlwinkel des Lichtes mit Hilfe der beweglichen Kugelköpfe in sämtlichen Richtungen individuell eingestellt werden kann. So können wir die Lichtcharakteristik gezielt steuern und erhalten Ausleuchtungenen, die uns die LED-Ringleuchte einfach nicht bieten kann. Ein kleiner Wermutstropfen stellt die erforderliche 12 V Versorgung dar. Aber mit einem handelsüblichen Netzteil oder einem 12 V Akku verschmerzt man dies leicht. Die Ergebnisse in der Mundfotografie sind durch die Verstellmöglichkeiten meines Erachtens deutlich besser. Durch den äußerst geringen Preis kann man sich die LED-Stereo-Leuchte durchaus zusätzlich zulegen und je nach Verwendungszweck das entsprechende System gezielt einsetzen. Entscheiden müssen Sie jetzt selber. Ich wünsche Ihnen auf alle Fälle viel Spaß.
Wer die LED-Stereo-Leuchte
selbst ausprobieren möchte, kann dies natürlich auch auf meinen
Fotokursen tun (Info unter: www.denfo.de / Rubrik Kurstermine).